Auf dem Tian’anmen-Platz

Zum Abschluss des Nachmittags bin ich an den Ausgangspunkt meiner Tour zurückgekehrt und habe den Tian’anmen-Platz näher in Augenschein genommen. Die Lage ist einmalig: zwischen Verbotener Stadt mit dem Tor des Himmlischen Friedens und dem traditionellen Vordertor Quian Men auf der gegenüberliegenden Seite. Dazwischen das Mao-Mausoleum und das alles überragende Denkmal der Volkshelden. Im Osten eingerahmt vom Chinesische Nationalmuseum mit einem ebenfalls sehr großen Bau und im Westen dazu noch die Große Halle des Volkes.

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Abgesehen davon, dass ich nicht verstehen kann, wieso ein Mensch so ein riesiges Mausoleum benötigt, ist es ein besonderer Platz – allein schon durch die Größe des Areals. Leider nicht (nur) aus ruhmreicher Geschichte besonders. So wird man vielfach kontrolliert und durchleuchtet, bevor man den Platz überhaupt betreten darf und wer genau hinschaut – entdeckt sehr viel Sicherheitspersonal. Am Rande des Platzes trabten auch einige Soldaten eiligen Schrittes in Reih und Glied, verschwanden dann aber in einer Seitenstraße.

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Man spürt irgendwie auch das Bemühen, die Stimmung auf dem Platz positiv zu beeinflussen. Große Videoleinwände zeigen die schönsten Regionen und Plätze Chinas und verbreiten Entertainment-Musik. Am Rand gibt es Blumenrabatten und Grünflächen. Und dennoch – sobald ein Kleinkind im wehenden gelben Kleidchen eine Absperrung unterläuft, laufen sie herbei, die “Aufsichtsbeamten” in ihren Uniformen mit strengem Blick. Einige Besucher schauen sich um und schütteln nur leise lächelnd den Kopf.

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Die geschichtliche und widersprüchliche Atmosphäre dieses Ortes hat mich fasziniert und begeistert. Nach einem langen Tag, an dem ich mir das Zentrum der Hauptstadt erlaufen habe, kann ich sagen: Ich bin hier angekommen und Peking ist einfach eine wunderbare Stadt.

Ich freue mich sehr, noch drei Tage hier verbringen zu dürfen!

 

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