Künstlerviertel 798 in Peking

Zum Abschluss meiner Zeit hier in Peking habe ich mir heute morgen noch das Künstlerviertel 798 angeschaut. Es liegt in einem alten Fabrikareal mit über 500.000qm und ist in den letzten Jahren von Künstlern besiedelt worden. Heute gibt es dort viele Galerien mit besonderem Charme, kunsthandwerkliche Läden und verschiedenste Werkstätten. Dazwischen hübsche Cafés und kleine Restaurants, so dass man die Zeit dort richtig schön verklüngeln kann. Das habe ich auch getan und mit der besonderen Atmosphäre dort so langsam meinen Abschied eingeläutet.

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Morgen früh geht´s zurück nach Deutschland. Die Zeit hier war übervoll mit tollen Erlebnissen, kleinen und großen Abenteuern und verschiedensten Einblicken in dieses Land. In China gibt es so unglaublich viel zu sehen! Allein einen kleinen Eindruck von der Größe des Landes zu bekommen durch meine verschiedenen Stationen war beeindruckend.

Und gleichzeitig spürt man den starken Einfluss des modernen Lebens, das den Takt besonders in den großen Städten in fast furchterregendem Tempo vorgibt. Es gilt das geflügelte Wort: 5 Jahre Entwicklung in Europa = 1 Jahr Entwicklung in China. So könnte ich mir auch eher nicht vorstellen, hier für mehrere Monate zu leben, da das alltägliche Leben recht anstrengend ist. Es sind fast überall irre viele Leute, es ist ein ständiger Verkehrslärmpegel, der viel Aufmerksamkeit fordert und aufgrund der hohen sprachlichen Barriere ist einfach alles etwas komplizierter. Von solchen Kleinigkeiten wie dem Gespucke der Leute oder der Toilettensituation will ich gar nicht sprechen. Natürlich ist eine Urlaubssituation auch anders als wenn man wirklich hier leben würde, aber dennoch – ich schätze die Übersichtlichkeit und Rückzugsmöglichkeiten meines Kölner Lebens noch einmal ganz neu.

Darauf freue ich mich jetzt auch sehr und brauche erst einmal einige Monate Zeit, das alles ein bisschen sacken zu lassen. Mein Reisetempo war recht hoch – was ich beim nächsten Mal definitiv anders mache! Ich hatte so jetzt den tollen Vorteil, dass ich viele Städte und Regionen besuchen konnte, aber ein Reisestil, der auf mehr Langsamkeit bedacht ist, entspricht vielleicht mehr einem dem Menschen angemessenen Maß. Das Reisen mit dem Zug oder dem Bus hat mir zwischendurch auch sehr gut gefallen und davon möchte ich beim nächsten Mal mehr machen. Dann kommt man auch innerlich besser mit… Dennoch – für diese Reise war es gut so und ich fahre mit vielen schönen Begegnungen im Gepäck nach Hause. Die sind auf keinem Foto und in keinem Reiseblog zu finden und sie gehören zu den Dingen, die das Reisen einfach einmalig machen!

Ich danke herzlich meinen Lesern, die mich auf verschiedenen Wegen begleitet haben – ohne euch ist es auch irgendwie nur halb so schön und ich freue mich auf ein Wiedersehen! Danke schön!

Danke China für eine wunderbare Zeit.

再见 (Zàijiàn) = Auf Wiedersehen!

 

 

 

 

 

 

Und das war meine wilde Reiseroute durch China:

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3 Kommentare

  1. Katja Birkner sagt: Antworten

    Liebe Elisabeth,

    ich habe immer hundemüde 🙂 und sehr glücklich deine Reiseberichte gelesen und komme jetzt erst zu einem Kommentar. Alles sehr interessant und ich finde es wirklich beeindruckend, was du da so erlebst. Du schreibst sehr interessant!
    Komm gut zurück und freu mich auf das Wiedersehen!

  2. Du, ich will ja kein Besserwisser sein. Aber diese Kulturfabrik heisst 798, nicht 978.

    1. Elisabeth sagt: Antworten

      Lieber Oli, herzlichen Dank für den Hinweis 🙂 Wird sofort geändert.
      Gute Reisen!

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