Von Medan nach Bukit Lawang

Nachdem wir in Medan gut angekommen sind und es dort noch ein bisschen heisser ist, lernen wir unseren Guide Rahmad und den Fahrer Eddi kennen. Rahmad, der ganz gut deutsch spricht und uns mit Heinz (“Like the ketchup”) und Elisa anspricht – Eddi, der stille, aber besonnene Autofahrer. Glück für mich :-). Mit diesen freundlichen Vertretern des indonesischen Volkes sind wir nun acht Tage unterwegs. Eine kurze Stadtrundfahrt durch Medan, drittgrösste Stadt des Landes, zeigt vor allem die schönsten Moscheen. Sie kommen als prächtige und teilweise sehr alte Bauten daher, auch die holländische Kolonialherrschaft zeigt sich immer wieder.

Moschee in Medan

Besonders aufregend finde ich hier im Moment den Strassenverkehr. Neben unserem klimatisierten Bulli fahren Tuk-Tuks, motorisierte Rikschas, überladene Kleinlaster und vor allem Mopeds mit nicht weniger als vier Personen um uns herum – und das mit dem allerkleinsten Abstand, Hupe immer warnend im Anschlag. Der Linksverkehr kommt einem dazu noch etwas verdreht vor. Ihr seht mich also die interessantesten Ziele für die Kamera im Moment aus dem Auto anvisieren.

Mopeds!
Straßenverkäufer

Wir lassen Medan hinter uns und begeben uns auf die 90 km lange Strecke Richtung Bukit Lawang. Es sind drei Stunden Fahrt, davon ein gutes Stück durch das Hochland. Kilometerlange Palmplantagen werden zu unserem ständigen Begleiter. Die Bewohner von Sumatra ruinieren durch Brandrodung ihre Urwälder zugunsten des Palmöls und begreifen nur schwerlich, dass der Dschungel damit unwiderruflich verloren geht. An den Straßenrändern erhascht man immer wieder den Blick auf schraddelige Hütten und kleine Häuschen. Die Menschen leben direkt an der Straße, die Großen gehen ihrer Hausarbeit oder dem Faulenzen nach, die Kleinen spielen und schauen interessiert zu jedem Touristen, der sich nähert.

Angekommen im Bukit Lawang Cottage, wo wir zwei Tage bleiben, kann man sich ein bisschen ausruhen, bevor wir beim Abendessen unseren lokalen Jungle-Guide Su-Silo kennenlernen. Am nächsten Tag werden wir früh aufbrechen und für 6-7 Stunden durch den Dschungel wandern. Anschließend geht es per River Rafting auf dem hiesigen Fluss zurück nach Bukit Lawang. Nachdem ich noch schnell mein “I am afraid of snakes” losgeworden bin, beruhigt Su-Silo mich mit dem Versprechen, mir einfach nichts zu sagen, wenn er welche sieht.

2 Kommentare

  1. Kiki sagt: Antworten

    Schön liebe Elisa 😉 dass du uns an deinen Erlebnissen so lebhaft teilhaben lässt! Das klingt alles total aufregend und ich muss sagen, du hast eine sehr unterhaltsame und angenehme Art zu schreiben! 🙂 Freu mich schon auf die weitere Berichterstattung! Also pass schön beim river rafting und Schlangen ignorieren! 😉 Und liebe Grüße an Heinz – like the ketchup! 😀

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