Sommerpalast und Lama-Tempel

Gestern habe ich den berühmten Sommerpalast im Nordwesten Pekings besucht. Ein wunderschönes Anwesen, sehr weitläufig – liegt am Kunming-See. Die vielen kleinen Gebäude und Tempel links und rechts vom Weg tragen dazu bei, dass man sich ein bisschen wie in einem Märchenwald fühlt. Dort stößt man auf so wohlklingende Namen wie:

  • Halle der Langlebigkeit und des Wohlwollens
  • Garten der Tugend und Harmonie
  • Halle, in der man den Pirolen zuhört
  • Halle der Langlebigkeit und Freude
  • Pavillon der kostbaren Wolken
  • Garten der Harmonie und des Vergnügens
  • Pavillon der 4 großen Kontinente
  • Wolkenzerstreuende Halle
  • Mehr-Schätze-Pagoden

Da kann man gar nicht anders, als wohlgelaunter Stimmung sein, oder? Jedenfalls konnte das bißchen Regen am Morgen auch nichts daran ändern. So bin ich ziemlich gemütlich die kleine Anhöhe hochgestapft, bis ich auf anderen Seite den schönen Ausblick über den See hatte. Unten wieder angekommen, besteigt man ein kleines Drachenboot und lässt sich auf die Insel bringen. Vorbei an der 17-Bogen-Brücke und wieder mit fantastischer Aussicht über die gesamte Palast-Anlage. Dass die Kaiserin-Witwe Cixi hier gerne ihre Zeit verbracht hat, um der Enge der Verbotenen Stadt zu entfliehen, kann man sich gut vorstellen. Sie hat auch dafür gesorgt,  dass der Sommerpalast zweimal wieder aufgebaut wurde und so immer wieder alle Pracht chinesischer Gartenbaukunst entfalten konnte.

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Nach einem kleinen Fußmarsch zum U-Bahn zurück, wollte ich in das Viertel rund um den Lama- und Konfuziustempel besuchen. Der Lamatempel befindet sich in einer recht großen Anlage hinter roten Mauern mit verschiedenen Höfen und 4 Tempelhallen. Der Duft des Räucherwerks stieg mir in die Nase und gleichzeitig telefonierten die Mönche fröhlich mit ihren Handys! Eine interessante Szenerie :-). Man muss eben mit der Zeit gehen – Mönch hin oder her!

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Weiter ging es zum Konfuziustempel, doch dort bin ich dann nicht mehr hineingekommen, da die Zeit vorangeschritten war und ich mich in einer hübschen Töpferei in einer Seitenstraße aufgehalten habe. Die hatte meine Mutter schon vor einigen Wochen besucht und die junge Dame konnte sich auch tatsächlich noch daran erinnern. So kamen wir ins Plaudern bei einer Tasse Tee mit konfusem Englisch und Händen und Füßen, was Gott sei Dank immer funktioniert. Eine nette Begegnung… Den Abend habe ich im Ritan-Park ausklingen lassen auf einem steinernen Biergarten-Boot mit idyllischem Blick.

Was geht es mir gut hier! Unglaublich.

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