Vulkan Tangkuban Perahu

Der erste Vulkan meines Lebens! Nachdem ich ihn jetzt immer unterschiedlich geschrieben habe, hier noch einmal richtig: er heißt Tangkuban Perahu und man spricht es in etwa so aus: “Tanguban Brachu” mit kratzendem “ch”. Ganz schön schwefelig und stinkend, diese Angelegenheit, wenn ihr mich fragt. Nachdem unser Driver, den wir für einen Tag angeheuert hatten, uns oben auf über 2.000 Metern Höhe abgeliefert hatte, konnten wir das morgendliche Panorama und Wolkenspiel rundherum bewundern!

Panorama rund um den Tangkuban Perahu

Kurze Zeit später sollte die Umrundung des Kraters beginnen, der 1983 zum letzten Mal aktiv war. Heute raucht er noch ein bißchen. Und stinkt. Spötter nennen den Tangkuban Perahu “Drive-In-Vulkan”, da man bis nach oben an den Rand fahren darf. Ich fand das nicht so unangenehm, denn besonders in den letzten Tagen hat mein Magen angesichts der ungewohnten und ständig wechselnden Küche immer mehr gestreikt, so dass ich mich nicht so fit gefühlt habe. Nach der Vereinbarung, uns 3 Stunden später wiederzutreffen, stapften wir los und stellten damit schon die große Ausnahme dar, die Indonesier begnügen sich eher mit kucken und kaufen.

Touristenalarm am Vulkan

 

Der Weg begann recht steil, so dass ich mich schon fast wieder im Dschungel wähnte und unseren damaligen Guide in Sumatra, Su-Silo vermisste ;-). Zwischendurch hatten wir tolle Ein- und Aussichten auf den Vulkan und nach einiger Kletterei schließlich den Grat quer über den Vulkan erreicht. Nach Überquerung dieses Teils ging der Weg milde bergauf und der Rest war dann einfach.

Die Bilder täuschen manchmal über die Größe und Tiefe des Vulkans hinweg, aber auf einigen kann man die Dimensionen ganz gut erkennen:

Der Vulkan in der Übersicht

 

Tangkuban Perahu nach ca. 1/3 Umrundung

Auch unterwegs gab es schöne Details zu bewundern und das in dem für indonesische Verhältnisse recht kleinen Vulkan. Spannende Sache, auch das Erwandern kann ich nur jedem empfehlen. Man begreift erst dann richtig, wie groß ein Vulkan wirklich ist und bekommt auch einen Eindruck von der Ödnis und Kargheit des Gesteins. Das satte Grün und der Urwald rundherum verweisen dann aber doch auf die mineralhaltige Vulkanerde, die vor allem die Farne sprießen lässt.

 

 

 

1 Kommentar

  1. Ute Hofmann sagt: Antworten

    Liebe Frau Wessel,
    danke für Ihre “Einladung” zu der Reise Ihres Lebens. Ich bin sehr beeindruckt und freue mich, dass Sie mich haben daran teilnehmen lassen.
    Mit herzlichen Grüßen,
    U. Hofmann

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